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Ich war einmal ... unterwegs auf den Spuren der Gebrüder Grimm

Veröffentlicht am 09.05.2015

Verwunschene Wälder, sagenhafte Burgen und Schlösser, ein tiefer See – wer im Ederbergland unterwegs ist, kommt eigentlich um die Welt der Grimmschen Kinder- und Hausmärchen nicht drum herum. Oder er wird selbst zum Geschichtensammler. So erging es jedenfalls mir.

(c) S. Sahmer(c) S. SahmerDas fing bereits im Hotel an. Inmitten der historischen Altstadt Frankenbergs gelegen, kommt "Die Sonne Frankenberg" mit einem herrlich entspannten Understatement daher. Nennen wir es unaufdringlichen Luxus (jenseits von Blattgold & Co) und gelebte Gastgeberqualitäten (in allen Servicebereichen). Und wirklich: Mir ging hier gefühlt die Sonne auf, obwohl das Frühlingswetter wahrlich nur so lala war. Der Hotelname ist eben Programm: Von den warmen Farbtönen im ganzen Haus über das stets herzliche Lächeln der Mitarbeiter bis hin zu all den liebevollen Ausstattungsdetails, die gekonnt eine Brücke zwischen drinnen und draußen, alt und neu, Tradition und Moderne, Region und weiter Welt schlagen – und immer wieder mit dem (Sonnen-)Licht spielen.

Hier erzählte also der Küchenchef begeistert davon, wie man dem richtigen Lieferanten auf die Spur kommt, um aus einem tollen Grundprodukt etwas ganz besonderes zu kreieren. Oder die Käse-Sommelière, dass es mit dem Käse ist wie mit dem Wein: Probieren geht über studieren. Und die Spa-Leiterin, warum ein orientalischer inspirierter Wellnessbereich inmitten von deutschem Fachwerkambiente kein Widerspruch ist.

Warum ich dann überhaupt einen Fuß vor die Hoteltüre setzte? Weil das Zurückkommen so schön war, dieses Willkommen-sein-Gefühl! Und letztlich, um auch draußen allerlei Geschichten zu hören.

(c) S. Sahmer: Blick auf den frühlingshaften Edersee(c) S. Sahmer: Blick auf den frühlingshaften EderseeÜber Frankenberg, seinen Kirchenbau, den Stadtbrand und den allgegenwärtigen Künstler Philipp Soldan, erzählte beispielsweise die Stadtführerin. Nicht zu vergessen Michael Thonet. Der hat Design-Geschichte geschrieben, mit seinem legendären Kaffeehausstuhl und den Bugmöbeln. Davon erzählte wiederum die Mitarbeiterin im kleinen Firmenmuseum.

Viel zu erzählen hatte auch der Museumsführer auf Schloss(hotel) Waldeck, das über dem Edersee thront, als würde es diesen nicht erst seit gut 100 Jahren geben. Selbst seine stillen Fluten haben eine Menge zu erzählen. In trockenen Sommern geben sie einige davon preis: Wenn der Pegel sinkt, taucht manches aus früheren Zeiten wieder auf, weswegen gerne auch mal vom nordhessischen Atlantis gesprochen wird.

Und zuletzt war da noch der von der UNESCO zum Weltnaturerbe ernannte Kellerwald, wo der Nationalpark-Ranger unter anderem von der Besonderheit der hiesigen Buchenwälder und der "Wildnis von morgen" erzählte.

(c) S. Sahmer: Detail am Frankenberger Rathaus(c) S. Sahmer: Detail am Frankenberger RathausSo war ich den Grimms also irgendwie recht nah, obwohl ich gar nicht bewusst auf ihren Spuren gewandelt war. Ich hatte einfach nur wie sie zugehört, zusammengetragen und aufgeschrieben: Kleine Geschichten einer märchenhaften Auszeit, zu der „Die Sonne Frankenberg“ entscheidend beigetragen hatte. Direkt am historischen Rathaus gelegen, sind ihre Zimmer und Suiten, die Restaurants und das Sonne Spa übrigens in einem mit wirklich  viel Liebe zum Detail (ich glaub', ich wiederhole mich da, muss aber sein) sanierten Ensemble aus sieben (!) Altstadtgebäuden untergebracht. Nach außen hin haben die zwar ihr jeweiliges Gesicht behalten, innen aber wurden sie geschickt miteinander verbundenen und zeitgemäß neu ausgebaut. Man erliegt anfangs echt der Illussion, das Hotel sei nur das Eckgebäude, wo der ursprüngliche Gasthof war ... weit gefehlt. Allerdings hat der (und damit die "Sonnenstuben"), wie (fast) alles hier, auch wieder allerlei Geschichten zu erzählen. Man muss nur zuhören. Ganz so wie die Grimms.

Die Reise fand mit Unterstützung von DIE SONNE Frankenberg statt.

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