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Wohlgefühlt      

Hier lässt es sich gut essen, prima schlafen und/oder wohltuend entspannen.

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Fernost meets Jugendstil - und Buddha Bacchus

Veröffentlicht am 07.04.2015

(c) S. Sahmer(c) S. SahmerBuddha ist im Parkschlösschen im Traben-Trarbacher Ortsteil Bad Wildstein allgegenwärtig. Fast nach jeder Ecke werde ich seiner gewahr. Milde lächelnd ermahnt er mich, den Alltag loszulassen, mich einzulassen auf die Erfahrung Ayurveda. Hat man die schmiedeeisernen Tore der Anlage hinter sich gelassen, taucht man ein in diese andere Welt (schon das alte Jugendstil-Haupthaus "entführt" einen irgendwie in andere Sphären!):

Während unten im Ort die Mosel dahinfließt und oben an den Hängen der Wein wächst, hat hier Ayurveda das Sagen. Statt Straßenlärm und Hektik Vogelgezwitscher und wohltuende Ruhe, statt Touristentrubel Yogastunden mit Meditation, statt Kaffee Ingwerwasser oder Tee. Und entspanntes Runterkommen. 

Das Draußen scheint rasch ganz weit weg zu sein – selbst diejenigen, der wie ich "nur" reinschnuppern und ein langes Wochenende erahnen, was Ayurveda, das "Wissen vom Leben", eigentlich bedeutet:

(c) S. Sahmer(c) S. SahmerDas individuelle Gleichgewicht zu finden, um zufrieden und glücklich zu leben. Der ganzheitliche Weg dorthin beginnt für alle mit der Pulsdiagnose und führt dann über einen individuellen Behandlungsplan weiter, damit Vata, Pitta und Kapha, die drei Lebensenergien, in Balance kommen. Ob beim betreuten Sport oder im vegetarischen Restaurant (das nur deswegen vegetarisch ist, damit alle Gäste dort essen können – unabhängig davon, welcher Energiertyp sie sind), Ayurveda wird hier gelebt und begreiflich gemacht, ohne missionarisch zu sein. So kann jeder selbst entscheiden, wie schnell sich dem nähern und wie weit öffnen. Für Fragen hat jeder stets ein offenes Ohr und wem das mit den Doshas und Anwendungsnamen nicht so leicht über die Lippen geht (beim ersten Hören ist vieles wirklich verwirrend ... das legt sich aber schneller als man denkt!), muss sich keine Sorgen machen.

Ich mache es kurz: Buddha hat mich kräftig entschleunigt (was wohl auch daran liegt, dass es nur auf Wunsch TV auf den Zimmern gibt und  nirgendwo, auch nicht in den Behandlungen, eine musikalische Dauerberieselung erfolgt), die Synchron-Massagen herrlich entspannt (und nicht nur die; einfach alle Treatments waren eine Wohltat, wie auch die Yoga-Stunden), das vegetarische Essen wunderbar gemundet (irgendwann buche ich noch einen Kurs in deren Lehrküche!). Heißes (Ingwer-)Wasser ist seither mein Begleiter durch den Tag (na, ok, zumindest durch den Vormittag). Auch etliche Ernährungstipps sind mir rasch in Fleisch und Blut übergegangen. Fazit: Selten hat mich ein Aufenthalt so nachhaltig geprägt.

(c) S. Sahmer(c) S. SahmerNoch mehr Buddhas gibt es übrigens im (dazugehörenden) Buddhamuseum zu sehen, wo die Hotelbesitzer ihre gesammelten Schätze der Öffentlichkeit zugänglich gemacht haben. Ein spannendes Gebäude, das einst eine Jugendstil-Weinkellerei war und nun um einen modernen Anbau mit Glasfront ergänzt wurde. Das historische Möhring-Gebäude von 1906 bevölkern seither über 2.000 Buddhafiguren von miniklein bis zimmerhoch. Dabei trifft asiatische Spiritualität auf einen Hauch Weingeist, denn vor allem im Kellergeschoss lässt Bacchus noch grüßen.

Die Reise fand mit Unterstützung des Ayurveda Hotels Parkschlösschen Traben-Trarbach statt.