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Zimmer mit Aussicht: Das im jaich Hotel Bremerhaven

Veröffentlicht am 07.09.2017

(c) S. Sahmer(c) S. Sahmer(c) S. Sahmer(c) S. SahmerEs gibt sie, die Unterkünfte, wo man das Zimmer betritt und denkt: Angekommen! Weil man sich dort sofort wie "daheim" fühlt. Ohne Eingewöhnen, ohne Akklimatisieren, einfach so, von jetzt auf gleich. Einrichtung, Ambiente, Materialien, Details, alles ist stimmig. Als wäre es für einen maßgeschneidert worden. Man lässt alles fallen, macht das Fenster auf, betritt den Balkon, atmet durch, schaut sich um, alles ist gut. Als wäre man schon immer an diesem Flecken gewesen. Herrlich!

Sicher, ich habe schon viele Unterkünfte gesucht und gefunden, in denen ich mich wohlgefühlt habe. Aber ein bisschen wie zuhause, heimisch gar? Selten. In Bremerhaven ist es mir mal wieder passiert.

Es könnte an meinem Sternzeichen – Wassermann – liegen, dass mich die Küste schon immer etwas mehr gelockt hat als die Berge. Obwohl ich denen zuletzt oft den Vortritt gelassen habe, aber zugegebenermaßen immer jene voralpenländischen Ecken aufgesucht habe, wo es trotzdem genügend Wasser, sprich Seen, gab. Doch nun riefen endlich mal wieder Wind und Wellen, Ebbe und Flut. Und allerlei Museen, die sich allerlei Maritimen annahmen, ob es nun um Strände und Häfen, Waren oder Menschen ging. Fehlt nur noch die passende Unterkunft. Und die gebuchte passte, und wie!

c) S. Sahmerc) S. Sahmer(c) S. Sahmer(c) S. SahmerDenn mein Herz machte im im jaich Hotel Bremerhaven nicht nur bei der Zimmeraussicht einen kleinen Luftsprung. Vor dem bodentiefen Panoramafenster lagen, wie versprochen, zum Greifen nah der Deich und die Weser – Schlepper, Schiffe und Jade (die Wesermündung) inklusive. Einen kleinen Schritt auf den Balkon hinaus und minimalen Linksschwenk später lagen auch der Neue Hafen und die Havenwelten – Yachten, Auswanderer- und Klimahaus sowie Leucht- und Hafentürme inklusive. Wassermann, was willst Du mehr!?

Zugegeben, gerne auch diese Holzdielen, auf denen man gerne barfuß gehen kann, weil die sandigen Schuhe auf der Fußmatte an der Tür bleiben. Ein barrierfrei-modernes Duschbad, das man auch ohne Gardemaße problemlos nutzen kann (was bin ich schon in seltsame Duschwannen "geklettert"). Genügend Ablageflächen und Haken bzw. eine lange Polsterbank, auf der man alles griffbereit ablegen kann, was frau so braucht. Kostenfreies W-LAN, das nicht gleich auf Schneckentempo schaltet, weil der Zimmernachbar auch online geht – und last, but not least Küstenambiente ganz ohne Schiffsmodelle, Möwenfiguren & Co. Das geht? Ja!

(c) S. Sahmer(c) S. Sahmer(c) S. Sahmer(c) S. Sahmer(c) S. Sahmer(c) S. SahmerStatt Schokolade grüßt hier auf dem Kopfkissen die Ahoi-Brause, statt einer Bibel liegt auf dem Nachttisch das Buch "Orkanfahrt" aus dem Ankerherz-Verlag und in einem Extraregalchen direkt neben dem Panoramafenster wartet griffbereit ein Fernglas von stattlicher Größe und Brennweite darauf, dass man sich echte Schiffe, Möwen & Co. ganz nah heranholt. So geht "Zuhause auf Zeit" – nicht nur für Wassermänner.

Zugegeben, beim Heraustreten aus dem Lift grüßt einen auf dem Flur die Leuchtschrift "Moin" und dort wie im Erdgeschoss, wo Rezeption, Coffeeshop und Frühstückraum fließend ineinander übergehen, hängt auch das ein oder andere Schiffsmodell/-bild an der Wand – vor allem aber hat man aus den auch hier bodentiefen Fenstern den Yachthafen im Blick! Denn Mensch, Marina und Meer gehören bei im jaich (nicht nur in Bremerhaven) konzeptionell untrennbar zusammen. Und offenbar auch herzliche Menschen, denn selten bin ich vom Empfang bis zum Zimmermädchen durchgehend so "warm" (nicht aufgesetzt) angestrahlt worden.

Dazu diese Lage! Denn vom Hotel aus hat man nicht nur eine tolle Aussicht, man ist auch in wenigen Gehminuten bei allen Bremerhaven Attraktionen: Deutsches Auswandererhaus, Klimahaus Bremerhaven 8° Ost, Zoo am Meer, Deutsches Schifffahrtsmuseum, Historisches Museum Bremerhaven ... alles ist gut erreichbar, während der Wagen auf den ausreichend vorhandenen Hotel-Parkflächen (dank Parkausweis kostenfrei) steht. Nur zum Alten Fischereihafen oder Kreuzfahrt-Terminal beim Columbus Cruise Center braucht’s ein paar Marschschritte mehr. Aber wer Mee(h)r will … läuft gerne ein bisschen mehr.

(c) S. Sahmer(c) S. Sahmer

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