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Ausprobiert       

Ob wohltuende oder sportive Aktivitäten, wer sich nicht traut, der lernt nichts neues.

Texterlei

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E-Biken: Genussradeln in der GrimmHeimat Nordhessen

Veröffentlicht am 12.10.2015

(c) S. Sahmer(c) S. SahmerWarum auch immer hatte ich mir vorgestellt, dass ich beim E-Biken nicht so viel in die Pedale würde treten müssen. Aber da hatte ich mich wohl von Volt-Leistung und Kilometer-Reichweite blenden lassen. Kurzum: Kalorien werden dabei durchaus verbrannt, denn E-Biken ist zwar Genussradeln, aber trotzdem richtiges Radfahren – wie der Selbsttest im "märchenhaften" Ederbergland gezeigt hat.

Hier geht' s nämlich (Nomen est Omen!) in der Tat über Stock und Stein, Rad- und Waldwege, rauf auf Hügel, dann wieder runter durch Täler – und über so manche Höhe pfeift dabei ein gar kräftiger Wind. Denn was den Segler auf dem Edersee freut, bringt den Radler – gerade jetzt an zwar sonnigen, doch frisch verwehten Herbsttagen – im Naturpark Kellerwald ganz schön ins Schwitzen. Nun ja, nicht jeden. Wohl dem, der über unterstützende Elektrokraft verfügt und weiß, wie diese für sich zu nutzen.

(c) S. Sahmer(c) S. Sahmer(c) S. Sahmer(c) S. Sahmer(c) S. Sahmer(c) S. SahmerNur "Auf denn Akku, mach mal!", so einfach funktioniert es dann auch nicht. Doch frau ist lernfähig: Der Akku lässt zwar den Minimotor schön leise, doch kraftvoll schnurren, aber nur, wenn man auch gleichzeitig strampelt. Das allerdings geht einem wirklich deutlich entspannter "von den Waden" als ohne E-Unterstützung. Vor allem, wenn man es raus hat, ob nur etwas, mittelstarke oder viel Unterstützung bei Steigungen sinnvoll ist und wie sich diese E-Hilfe am besten mit welchem Fahrradgang kombinieren lässt. Ich gestehe, anfangs habe ich mich gelegentlich ein bisschen verschaltet, was hier mal einen kurzen Aussetzer des Elektromotors oder dort ein ins Leere gehendes Durchtreten der Pedalen zur Folge hatte. Aber das hatte ich flugs raus. Schließlich ist das ist immer noch Radfahren – und das kann ich schon seit "ich weiß nicht mehr wann" (und man verlernt es bekanntlich ja auch nicht).

Trotzdem: E-Biken ist irgendwie anders. Oder sollte ich sagen besser? Auf jeden Fall kraftsparender! Denn was für eine Erfahrung, dass "Anfahren im Berg" zur leichtesten Übung überhaupt wird, weil einem die Motorhilfe schwungvoll "unter die Pedale" greift. Und Gegenwind? Hach, alles kein Problem!

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Yoga-Wandern: Unterwegs auf dem Rheinsteig

Veröffentlicht am 06.09.2015

(c) S. Sahmer(c) S. Sahmer(c) S. Sahmer(c) S. Sahmer(c) S. Sahmer(c) S. SahmerAlso, dass größere Wandergruppen fröhlich plaudernd den Rheingau und den Rheinsteig bevölkern, vornehmlich und gerne im Spätsommer, wenn man die ersten Trauben (verbotenerweise!) vom Stock naschen kann und die Weinberge bereits vom Herbst und der Lese künden – das kennt man. Auch, dass diese immer wieder Stopps einlegen und gemeinsam die Aussicht genießen, die an wolkenreichen Tagen, wenn die Sonne nur hier und da hervorkommt und einzelne Orte förmlich "strahlend" hervorhebt, manchmal etwas Mystisches hat – auch das ist nicht ungewöhnlich. Auffallend ist jedoch, wenn diese Wanderer dann zusammen Yoga-Übungen machen. Da schaut mancher zweimal hin…

(c) S. Sahmer(c) S. SahmerVor allem(c) S. Sahmer: Ausblick vom Tempel unterhalb des Niederwalddenkmals(c) S. Sahmer: Ausblick vom Tempel unterhalb des Niederwalddenkmals(c) S. Sahmer: die Germania auf dem Niederwalddenkmal(c) S. Sahmer: die Germania auf dem Niederwalddenkmal, wenn Etappenziel und Wendepunkt ein so belebter Ort wie das traditions- und aussichtsreiche Niederwalddenkmal ist, das bis weit in den Spätherbst hinein die Touristen anlockt. Die einen kommen gemütlich mit dem Winzerexpress durch die Weinberge angefahren, die nächsten schweben über den Reben mit der Seilbahn den Berg hinauf, wieder andere kommen – wie wir – zu Fuß, als kurzer Spaziergang oder echte Wanderetappe, über einen der vielen Wander- und Weinbergswege (ok, ein paar kommen auch mit dem Auto oder Bus, aber die vernachlässigen wir jetzt mal).

(c) S. Sahmer(c) S. Sahmer(c) S. Sahmer(c) S. SahmerEs herrscht also eigentlich immer allerlei Gewusel zu Füßen der Germania – aber Yoga-Übungen? So richtig mit bewusstem Atmen, Spannung halten und erst auf Anweisung wieder die Dehn-Positionen usw. lösen? Das hat die altehrwürdige Dame wohl so noch nicht gesehen. Ich gestehe: Alleine wäre es mir wohl auch nicht in den Sinn gekommen, obwohl das Plateau schon so eine Art Kraftplatz ist. Aber so in der Gruppe, wenn alle zusammen die fließenden Bewegungen machen – das hatte was. Wie auch die Stopps in den Weinbergen, die wir auf dem Rheinsteig kreuzten, aber auch mal Abschnitte von Brahms- und Hildegardweg passierten. Und wo es auch deutlich ruhiger (sollte ich sagen Yoga-passend meditativer?) zugeht, da hier meist nur die echten Wanderer achtsam, doch forschen Schrittes unterwegs sind. Und trotzdem innehielten, um uns Yoga-Wanderer mal offen-neugierig, dann verschämt-erstaunt zuzusehen.

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Meditation mal anders: Die Klamm, der Berg und ich

Veröffentlicht am 31.08.2015

(c) S. Sahmer: Blick ins kleine Klamm-Museum beim unteren Eingang(c) S. Sahmer: Blick ins kleine Klamm-Museum beim unteren EingangEs war wieder mal so ein Projekt, bei dem ich mich mittendrin fragte, warum machst Du das eigentlich? Ein Held der Höhe bist Du doch gar nicht! Und wie war das gestern auf dem gerölligen Pfad? Warst Du da wirklich trittsicher? Anders gesagt: Schmale Stege und steile Hänge sind nicht wirklich meine bevorzugten Wege. Aber: Manchmal muss der innere Schweinehund eben trickreich überlistet werden, schließlich wächst man mit seinen Aufgaben. In Sachen Höllentalklamm hab' ich mir das Ganze im Vorfeld insofern schön geredet, dass es erstens kaum echte Stege gäbe und zweitens der Klammweg doch großteils im, nicht am Fels verläuft. Feucht sollte es dort sein und vom Weg her fordernder als in der Partnachklamm, aber auch deutlich spektakulärer. Also, los geht’s!

Nur muss man auch erst mal bis zum Klamm-Eingang aufsteigen. Und der Weg dorthin windet sich ab dem Grainauer Ortsteil Hammersbach im letzten Drittel erstaunlich steil und schmal den Berg hinauf. Die anfängliche Forststraße täuscht kurzzeitig vor, dass das ein leichtes Ausflugsziel wäre. Nein, ist es nicht, ganz und gar nicht. Ohne gescheites, sprich knöchelhohes Schuhwerk sollte man sich nicht auf den Weg dorthin machen.

(c) S. Sahmer: Blick von oben auf die Klamm(c) S. Sahmer: Blick von oben auf die Klamm(c) S. Sahmer(c) S. SahmerWeitere 45+ Minuten mit stetem Ansteigen folgt man dann, nach dem Passieren der Klammeingangshütte, dem Verlauf der eigentlichen Klamm. Deren Name hat so gar nichts mit der Hölle zu tun, sondern ist eigentlich die sprachliche Verballhornung von (aus)höhlen. Also alles halb so schlimm? Nun ja! Die Klamm feucht zu nennen, ist leicht untertrieben, vor allem im Vergleich zur Partnachklamm und wenn es in der Nacht zuvor und beim morgendlichen Einstieg noch regnet. Unser kleines Grüppchen konnte irgendwann kaum noch den Schwallduschen und Sturzbächen ausweichen… bald waren wir alle pitschnass. Vom Schwitzen durch das stete Ansteigen genauso wie von dem ganzen Wasser um uns herum, das von oben tropfte, aus Spalten spritzte oder über den Boden schoss. Ein hohes Lied daher auf besagtes gescheites Schuhwerk, Funktionskleidung und Regenjacken. Fotografieren in der Klamm? Keine Chance, zu nass! Stetes vor sich Hinstapfen? Die einzige Lösung, um nicht noch nasser zu werden. Außerdem ist man irgendwann im meditativen Flow. Achtsam wird jeder Schritt gesetzt.

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Entspannung mit Bergpanorama: Yoga am Wank

Veröffentlicht am 29.08.2015

(c) S. Sahmer(c) S. Sahmer(c) S. Sahmer(c) S. SahmerSeien wir ehrlich – bei Bergpanorama denken die meisten an vieles, nur nicht an Entspannung. Das hört sich eher nach einem mühsamen Anstieg und schweißtreibenden Höhenmetern an, die bewältigt werden wollen. Stimmt auch. Meistens jedenfalls. Nicht so beim „Sonnenberg“ des Werdenfelser Landes, dem Wank, seines Zeichens der Hausberg von Partenkirchen. Ihn kann man im Sommer leicht und mühelos „erklimmen“, das erledigt nämlich die Wankbahn für den Besucher (also für den, der nicht den zeitweise wirklich steilen Anstieg scheut). In noch nicht mal 20 Minuten gelangt man per Vier-Personen-Gondel auf den 1.780 Meter hohen Gipfel vis-à-vis der Alp- und Zugspitze. Und dann liegt ein spektakuläres 360°-Naturkino vor einem inklusive Rundumblick auf das Esterberg-, Ammer-, Karwendel- und Wettersteingebirge, hinunter auf Garmisch, auf Partenkirchen, ins Loisachtal und Voralpenland, auf nahe Almen und entferntere Seen.

(c) S. Sahmer(c) S. Sahmer(c) S. Sahmer(c) S. SahmerDeswegen war ich – auch – da. Aber eben nicht nur. Denn diese Kulisse am frühen Morgen, dann, wenn der Berg mit seinen Weiden quasi noch allein den hier im Sommer weidenden Kühen und Pferden gehört, macht eine Yoga-Stunde dort unvergleichlich! Das stete Gebimmel der Glocken, hier ein Muhen, dort ein Wiehern, dazu mal eine leichte Brise, dann eine vorüberziehende Wolke, jetzt wieder nur gleißend-strahlende Sonne… das kann kein noch so atmosphärisch gestaltetes Yoga-Studio toppen. Allein schon dieser Ausblick ist Meditation pur! Unbeschreiblich, wenn man nach einer Übungsabfolge mit geschlossenen Augen diese wieder öffnet und einen dann diese Weitsicht alles vergessen lässt, was man bis dato doch noch nicht im Tal zurückgelassen hatte. Selten war ich beim Yoga (das ich viel zu selten mache, ich gebe es zu) so im hier & jetzt – und bei mir. Wunderbar!

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Bayreuther Klang-Erfahrungen

Veröffentlicht am 19.07.2015

(c) S. Sahmer(c) S. SahmerDiese Stadt ist, ja lebt Richard Wagner. Wer aber glaubt, dass hier nur auf seine Kosten kommt, wer Wagnerianer ist, irrt. Bayreuth kann auch anders. Und klingt und schwingt trotzdem. Entspannend gut sogar. Eine Momentaufnahme.

Mir laufen Schauer über den Rücken. Wohlige. Ich habe ständig eine Gänsehaut. Äußerst angenehme. Denn ich höre nicht nur Klänge, ich spüre sie. Ich ahne: So müssen sich jene fühlen, die im dunklen Zuschauersaal des Bayreuther Festspielhauses beim Erklingen der ersten Töne ihre Schuhe ausziehen, um sich mit bloßen Füßen ganz den Schwingungen dieses einzigartigen Opernhauses hinzugeben.

(c) S. Sahmer: Richard Wagner ist allgegenwärtig I(c) S. Sahmer: Richard Wagner ist allgegenwärtig IMich hüllen allerdings keine sphärischen Wagner-Klänge à la Lohengrin-Vorspiel ein, auch wenn ich in der gleichnamigen Bayreuther Therme liege, sondern indische Klangschalen. Platziert am Kopf und zu den Füßen, auf Brust, Bauch, Beinen und Armen werden sie intuitiv, aber mit System angeschlagen. Klingt zu abstrakt? Stimmt, da könnte ich auch versuchen, mal einfach so den Tristan-Akkord zu erklären. Denn: Man muss man beides hören und spüren, um die Wirkung zu verstehen.

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